26 December 2025, 06:26

DOKOM21 verkauft Essener Glasfasernetz an die Telekom und zieht sich zurück

Mehrere Seilbahnen an Seilen mit einem Turm im Hintergrund.

DOKOM21 verkauft Essener Glasfasernetz an die Telekom und zieht sich zurück

DOKOM21 verkauft sein 75 Kilometer langes Glasfasernetz in Frohnhausen und Huttrop an die Deutsche Telekom. Der Schritt folgt dem Verlust wichtiger Wohnungswirtschaftskunden nach dem Auslaufen eines Nebenkostenprivilegs zum 1. Juli 2024. Das Unternehmen zieht sich damit vollständig aus dem Essener Markt zurück.

Der Verkauf wurde durch finanzielle Belastungen nach dem Ende der Kostenbegünstigung ausgelöst, die bisher den Betrieb von DOKOM21 gestützt hatte. Ohne diese Unterstützung zogen sich zentrale Kunden aus dem Wohnungssektor zurück, was die Wirtschaftlichkeit des Netzes deutlich verschlechterte. Das Unternehmen prüfte Alternativen – darunter den Ausbau zu einem vollständigen FTTH-Netz (Fiber to the Home) oder die Beibehaltung der bestehenden Infrastruktur –, entschied sich jedoch letztlich für den vollständigen Verkauf.

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Die Verhandlungen mit der Deutschen Telekom wurden auf Augenhöhe geführt; das Telekommunikationsunternehmen unterbreitete das attraktivste Angebot. DOKOM21 bestätigte, dass die Mitgliedschaft im regionalen Branchenverband BUGLAS keine Rolle bei der Entscheidung spielte. Für die Kunden ändert sich während der Übergangsphase nichts: Sie bleiben über FTTH angeschlossen, und es werden nur minimale Störungen erwartet.

Die Erlöse aus dem Deal fließen in den weiteren Glasfaserausbau in Dortmund. Technische Details der Übertragung werden voraussichtlich 2026 veröffentlicht, um ausreichend Zeit für behördliche Genehmigungen und die Due-Diligence-Prüfung zu lassen.

Mit dem Verkauf endet die Präsenz von DOKOM21 in Essen. Die Deutsche Telekom übernimmt das Netz und sichert so die Versorgung der Nutzer. Gleichzeitig werden die reinvestierten Mittel neue Glasfaserprojekte in Dortmund vorantreiben.