DEUTZ übernimmt Führung bei ARX Robotics und stärkt Europas Rüstungstechnik
Lukas WolfDEUTZ übernimmt Führung bei ARX Robotics und stärkt Europas Rüstungstechnik
DEUTZ AG übernimmt Führung bei Finanzierungsrunde für Rüstungstechnik-Unternehmen ARX Robotics
Mit dem Engagement bei der aktuellen Finanzierungsrunde des Verteidigungsunternehmens ARX Robotics setzt die DEUTZ AG ihren Expansionskurs fort. Bereits im September des vergangenen Jahres hatte der Kölner Motorenhersteller den Drohnen-Spezialisten SOBEK übernommen. Beide Seiten streben nun die gemeinsame Entwicklung fortschrittlicher Antriebs- und Energiesysteme für unbemannte Landfahrzeuge an.
Die Transaktion soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden. ARX Robotics und DEUTZ planen, Motortechnologie in robotische Plattformen zu integrieren und so die Fähigkeiten der europäischen Rüstungsindustrie zu stärken.
Die Partnerschaft knüpft an eine frühere Vereinbarung zwischen ARX Robotics und dem Drohnenhersteller Helsing an, die im vergangenen Sommer unterzeichnet wurde. Künftig wird DEUTZ seine Antriebssysteme für die unbemannten Bodenfahrzeuge von ARX liefern und darüber hinaus über seine Sparten Energy und NewTech mobile Energieinfrastrukturen bereitstellen.
DEUTZ-Vorstandsvorsitzender Sebastian Schulte betonte die Bedeutung solcher Kooperationen für die langfristige Verteidigungsfähigkeit Europas. Das Unternehmen wolle sich vom klassischen Motorenbauer zum führenden Anbieter intelligenter, vernetzter Antriebslösungen weiterentwickeln. Marc Wietfeld, CEO und Mitgründer von ARX Robotics, bezeichnete den Deal als "entscheidenden Schub für die technologische Souveränität Europas". Er hob hervor, dass die Partnerschaft dazu beitrage, industrielles Know-how und Innovationen in der Region zu sichern. Bisher wurden keine weiteren Unternehmen als Partner für die Entwicklung der Energiesysteme der robotischen Fahrzeuge von ARX genannt. Im Fokus steht die Technologie von DEUTZ und ihre Einbindung in autonome Verteidigungsplattformen.
Die Finanzierungsrunde soll in Kürze abgeschlossen werden, mit DEUTZ als Hauptinvestor. Die Zusammenarbeit wird digitalisierte Antriebssysteme und Energienetze für militärische Robotik vorantreiben. Beide Unternehmen sehen darin einen wichtigen Schritt, um Europas Position in der Verteidigungstechnologie und der industriellen Wertschöpfung zu festigen.
