27 June 2026, 16:09

Deutschland stoppt F-126-Fregatten – und setzt stattdessen auf MEKO-200-Schiffe

IG Metall fordert Beteiligung von Rheinmetall an Korvettenbau

Deutschland stoppt F-126-Fregatten – und setzt stattdessen auf MEKO-200-Schiffe

Das deutsche Verteidigungsministerium hat das Fregattenprojekt F-126 gestoppt. Stattdessen sollen acht kleinere Schiffe der MEKO-200-Klasse gebaut werden. Die Entscheidung sorgt bereits für Aufsehen in der Branche – der Aktienkurs von Rheinmetall brach daraufhin deutlich ein.

In das F-126-Projekt waren bereits 2,3 Milliarden Euro an Entwicklungs- und Vorarbeiten geflossen. Die Streichung markiert eine deutliche Wende in der maritimen Sicherheitsstrategie Deutschlands.

Der Schiffbau bleibt eine Schlüsseltechnologie der Rüstungsindustrie im Rahmen der nationalen Sicherheits- und Verteidigungsstrategie. Diese Einstufung unterstreicht seine Bedeutung für die Landesverteidigung.

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Jürgen Kerner, stellvertretender Vorsitzender der IG Metall, forderte Verteidigungsminister Boris Pistorius auf, deutsche Ausrüster und die gesamte Werftenbranche in die Planung einzubinden. Besonders nannte er die ehemalige Naval Vessels Lürssen (NVL), die mittlerweile zu Rheinmetall gehört. Die Gewerkschaft besteht darauf, dass die gesamte deutsche Schiffbauindustrie in die neuen Pläne für die MEKO-200-Fregatten unter Führung von ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) einbezogen wird.

Mit der Abschaffung des F-126-Projekts werden die Ressourcen nun auf die MEKO-200-Schiffe umgelenkt. Wie sich die Branche an diese Veränderung anpasst, hängt von den nächsten Schritten der Regierung ab. Die finanziellen und industriellen Auswirkungen der Entscheidung sind bereits in der gesamten Branche spürbar.

Quelle