06 June 2026, 14:05

Deutschland baut ersten Hochleistungs-Quantumcomputer bis 2026

Auf dem Weg zum ersten deutschen Quantcomputer

Deutschland baut ersten Hochleistungs-Quantumcomputer bis 2026

Ein von Deutschland angeführtes Projekt treibt die Pläne zum Bau eines Hochleistungs-Quantumcomputers voran. Unter dem Namen QSolid haben sich 25 Forschungsgruppen, Unternehmen und Start-ups zusammengeschlossen. Ziel ist es, bis Ende 2026 ein System mit geringeren Fehlerraten und fortschrittlichen supraleitenden Schaltkreisen zu entwickeln.

Das Vorhaben wird mit 76,3 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Fraunhofer-Einrichtung für Mikroelektronik und Mikrosysteme (IPMS), spezialisiert auf miniaturisierte elektronische und optische Systeme, übernimmt die technische Leitung. Ein Schwerpunkt liegt auf der Integration von CMOS-Steuerlogik mit der Quantum Processing Unit (QPU), um die Verdrahtung zu vereinfachen und die Effizienz zu steigern.

Ein wichtiger Meilenstein steht kurz bevor: die Inbetriebnahme des ersten Zwischenstand-Demonstrators – ein 10-Qubit-Prototyp – am Forschungszentrum Jülich. Bis Dezember 2026 soll das System auf 30 Qubits mit vollständiger Fehlerkorrektur skaliert werden. Das Enddesign wird mehrere Quantenprozessoren umfassen, die auf supraleitender Technologie der nächsten Generation basieren.

Die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie bündelt Fachwissen, um Herausforderungen bei der Quantensystemstabilität und Skalierbarkeit zu meistern. Die co-integrative Rolle des Fraunhofer IPMS soll die Komplexität verringern und das System für praktische Anwendungen zuverlässiger machen.

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Bei Erfolg könnte QSolid einen der ersten vollständig in Deutschland entwickelten Quantumcomputer hervorbringen. Das 30-Qubit-Ziel in Kombination mit verbesserter Fehlerkorrektur wäre ein bedeutender Fortschritt in der Quantenverarbeitung. Die Projektergebnisse könnten zudem zukünftige industrielle und wissenschaftliche Anwendungen der Technologie prägen.

Quelle