07 December 2025, 12:07

Deutsche Autobauer setzen trotz Handelskonflikten auf China-Kooperation

Zwei Autos mit Text darüber und darunter.

Automobilhersteller fordern engere Zusammenarbeit mit China - Deutsche Autobauer setzen trotz Handelskonflikten auf China-Kooperation

Autobauer fordern engere Zusammenarbeit mit China

Autobauer fordern engere Zusammenarbeit mit China

  1. Dezember 2025, 11:05 Uhr

Die deutsche Autoindustrie drängt auf eine stärkere Anbindung an China – trotz wachsender Spannungen im Handel und Wettbewerb. Während europäische Hersteller im Markt für Elektrofahrzeuge unter Druck geraten, warnen Branchenvertreter vor den Risiken von Importbeschränkungen für chinesische Produkte. Die Forderung kommt vor dem Hintergrund des anstehenden China-Besuchs von Außenminister Johann Wadephul (CDU).

Deutsche Automobilkonzerne haben über Jahrzehnte Milliarden in China investiert, Fabriken aufgebaut und die Forschung für Elektroautos ausgebaut. Marken wie Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW sind heute in hohem Maße vom chinesischen Markt abhängig – sowohl beim Absatz als auch in der Produktion. Doch ihre Position gerät ins Wanken, da chinesische Hersteller zunehmend in Europa Fuß fassen, Grundstücke erwerben und neue Werke errichten, um ihre Gewinne zu steigern.

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Zudem kämpft die Branche mit Lieferkettenproblemen, die auf Pekings Exportkontrollen für Seltene Erden und Halbleiter zurückgehen. Diese Restriktionen, kombiniert mit den Handelskonflikten zwischen den USA und China, erschweren europäischen Zulieferern den Zugang zu entscheidenden Rohstoffen. Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), betonte die Notwendigkeit eines kontinuierlichen Dialogs mit China, um Handel und Wettbewerb zu stabilisieren.

Müller warnte, dass geplante EU-Vorgaben für Mindestanteile europäischer Komponenten in Fahrzeugen nach hinten losgehen könnten. Stattdessen plädierte sie für langfristige Strategien, um Lieferketten abzusichern und faire Wettbewerbsbedingungen zu erhalten. Die deutschen Autobauer argumentieren, dass ein Bruch mit China ihre globale Position schwächen würde – besonders im schnell wachsenden Segment der Elektromobilität.

Der Vorstoß der Branche für eine engere Kooperation mit China unterstreicht ihre Abhängigkeit vom dortigen Markt für Wachstum und Innovation. Während chinesische Hersteller in Europa an Einfluss gewinnen, steht die deutsche Industrie unter Anpassungsdruck. Die Ergebnisse von Wadephuls Reise und künftige Handelsgespräche werden mitentscheiden, wie wettbewerbsfähig der Sektor im Bereich Elektroautos bleibt.