David Hockney stirbt mit 88 Jahren – das Ende einer Kunst-Ära
Der britische Künstler David Hockney ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Er verstarb am Donnerstag in seinem Haus in London. Hockney galt als einer der bedeutendsten Künstler seiner Zeit.
Berühmt wurde Hockney in den 1960er-Jahren mit seinen ikonischen Swimmingpool-Bildern aus Kalifornien, die zu seinem Markenzeichen wurden und seine Karriere prägten. Sein Ölgemälde Portrait of an Artist (Pool with Two Figures) erzielte 2018 bei einer Auktion einen Rekordpreis von 90,3 Millionen Dollar – der höchste Betrag, der je für eines seiner Werke gezahlt wurde.
Zeit seines Lebens setzte er sich in seiner Kunst offen mit queerer Liebe auseinander und trug so zur größeren Sichtbarkeit von Homosexualität in der Gesellschaft bei. 2017 widmete ihm die Tate Britain eine große Retrospektive, die fast eine halbe Million Besucher anzog – die höchste Besucherzahlin der Geschichte der Galerie.
Seine letzte große Ausstellung fand 2022 im Bank Austria Kunstforum in Wien statt. Selbst in seinen späteren Jahren blieb er innovativ und experimentierte mit neuen Technologien wie dem iPad. 2023 präsentierte er eine immersive 3D-Installation und erweiterte damit sein künstlerisches Erbe. Ein umfassendes Buch, David Hockney: A Bigger Book, bietet einen Überblick über sein Schaffen; eine limitierte Auflage von 9.000 signierten Exemplaren kostet knapp 5.200 Euro.
Hockneys Tod markiert das Ende einer Ära für die moderne Kunst. Sein bahnbrechendes Wirken in Malerei, digitaler Kunst und als Fürsprecher queerer Repräsentation hinterlässt ein bleibendes Vermächtnis. Seine Beiträge zur Kunstwelt werden weiterhin gefeiert und erforscht werden.






