Dagmar Frederic kritisiert die "vorhersehbaren" Schlager-Shows im deutschen Fernsehen
Emma KrauseDagmar Frederic kritisiert die "vorhersehbaren" Schlager-Shows im deutschen Fernsehen
Dagmar Frederic, die 80-jährige Schlager-Legende mit über sechs Jahrzehnten im Musikbusiness, hat sich zur aktuellen Lage der deutschen Fernseh-Musikshows geäußert. Obwohl sie nur selten in großen Formaten wie denen von Florian Silbereisen oder Andrea Kiewel zu sehen ist, bleibt sie aktiv – mit bis zu 60 Auftritten pro Jahr trotz einer bescheidenen Rente.
Frederic kritisierte den Trend, in TV-Shows immer wieder dieselben Stars einzuladen, und nannte dies "vorhersehbar". Dennoch versteht sie die wirtschaftliche Logik dahinter. Statt Moderatoren wie Silbereisen oder Giovanni Zarrella Vorwürfe zu machen, verwies sie auf die Redaktionen, die die Gästelisten zusammenstellen.
Aktuell laufen in Deutschland rund zehn große Schlager-Fernsehformate regelmäßig im Programm. Silbereisen dominiert die ARD mit vier Shows, darunter "Schlagerchampions", während Zarrella 2026 sechs Formate beim ZDF moderiert. Silbereisens Sendungen verzeichnen seit den 1990er-Jahren Spitzenquoten, doch Zarrellas wachsende Präsenz verändert zunehmend die Szene.
Trotz ihrer langen Karriere war Frederic nie bei Silbereisen oder Kiewel zu Gast. Die Zurücksetzung lässt sie kalt – sie tritt weiterhin mit einer Mischung aus Schlager-Klassikern, Musical-Nummern und Chansons vor Publikum auf.
Ihre Aussagen spiegeln die Spannung zwischen Tradition und Wiederholung im deutschen Schlager-Fernsehen wider. Mit ihrem vollen Tourplan und scharfsinnigen Beobachtungen bleibt sie relevant, während sich die Branche weiterentwickelt. Unterdessen zeigt sich kein Ende der Dominanz von Silbereisens und Zarrellas Formaten.






