CDU Solingen will Mobbing an Schulen und Kitas genauer unter die Lupe nehmen
Jakob MaierCDU Solingen will Mobbing an Schulen und Kitas genauer unter die Lupe nehmen
Die CDU in Solingen fordert eine genauere Untersuchung des Problems Mobbing an örtlichen Schulen und Kitas. Die Partei hat eine Anfrage gestartet, um Daten darüber zu sammeln, wie verbreitet das Problem ist und wie wirksam die bisherigen Präventionsmaßnahmen sind. Dieser Schritt folgt auf bundesweite Studien, die zeigen, dass viele Kinder regelmäßig von Mobbing betroffen sind.
Eine aktuelle Studie der Techniker Krankenkasse ergab, dass etwa jedes sechste Schulkind in Deutschland bereits Mobbing erlebt hat. Auch der PISA-Bericht 2022 kam zu dem Ergebnis, dass 21 Prozent der 15-Jährigen im Land mindestens mehrmals im Monat gemobbt werden. Übertragen auf Solingen könnten demnach etwa 2.800 Schülerinnen und Schüler in der Stadt betroffen sein.
Ziel der CDU-Anfrage ist es, das Ausmaß des Problems vor Ort zu ermitteln. Dabei sollen die bereits bestehenden Präventionsmaßnahmen überprüft und deren langfristige Wirksamkeit bewertet werden. Zudem wird die Finanzierung von Mobbingprävention im Bildungshaushalt von Nordrhein-Westfalen kritisch hinterfragt.
Neben dem klassischen Mobbing rückt die Anfrage auch digitale Konflikte in den Fokus. Belästigung in Klassenchatgruppen ist zu einem wachsenden Problem geworden, doch es gibt keine konkreten Daten dazu, wie viele Kinder in Solingen in den letzten fünf Jahren aufgrund von Mobbing oder digitaler Gewalt medizinische oder psychologische Hilfe benötigten.
Die CDU betont, dass die aktuellen Maßnahmen nicht ausreichen und dass die Schulsozialarbeit eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung des Problems spielt. Ihr Ziel ist es, eine intensivere Debatte über Mobbingprävention in Solingen anzustoßen.
Die Anfrage soll klarere Einblicke in das Mobbinggeschehen an Solingens Schulen und Kitas liefern. Sie könnte zudem zu wirksameren Präventionsstrategien und einer besseren Unterstützung für betroffene Kinder führen. Die CDU hofft, dass die Ergebnisse mehr Handlungsdruck erzeugen, um sowohl Mobbing im realen Leben als auch im digitalen Raum in der Stadt entschlossener zu begegnen.






