Burnout bei YouTubern: Warum iBlali und Rewinside jetzt pausieren oder umdenken
Jakob MaierBurnout bei YouTubern: Warum iBlali und Rewinside jetzt pausieren oder umdenken
Zwei bekannte deutsche Content-Creator ziehen sich aufgrund von Erschöpfung aus ihrem gewohnten Alltag zurück. Viktor "iBlali" Roth, ein langjähriger YouTuber und Twitch-Streamer, ändert seine Herangehensweise, um einem Burnout vorzubeugen. Gleichzeitig hat Rewinside, ein weiterer etablierter YouTuber, nach über einem Jahrzehnt Videoproduktion eine vorübergehende Pause angekündigt.
Rewinside gab seinen Rückzug aus der Content-Erstellung im Spätsommer 2025 bekannt. Vor seinem Rückzug bezog er sein Haupteinkommen von YouTube – mit geschätzten Einnahmen zwischen 4.000 und 5.500 Euro monatlich im Januar 2026. Sein Schritt unterstreicht das wachsende Problem des Burnouts unter Vollzeit-Creators.
Auch iBlali passt seine Karriere an, um der Übermüdung entgegenzuwirken. Er beschrieb den ständigen Druck, aus seinen Twitch-Streams virale YouTube-Inhalte produzieren zu müssen, als überwältigend. Um diese Belastung zu verringern, wird er seine Arbeit auf zwei Kanäle aufteilen: "iBlali" für gelegentliche Gaming-Videos und "VIK" für Video-Essays.
Statt Trends hinterherzujagen, möchte er sich auf Spiele konzentrieren, die ihm wirklich Spaß machen. Diese Umstellung könnte seine Einnahmen schmälern, weshalb er nach Markenkooperationen sucht und ein Schmuckunternehmen gründet, um seine Einkommensquellen zu diversifizieren. Sein Ziel ist es, das Streamen wieder zur Leidenschaft statt zu einem anstrengenden Job zu machen.
Die Entscheidungen beider Creator spiegeln einen größeren Trend der Erschöpfung in der Branche wider. Viele langjährige YouTuber und Streamer kämpfen zunehmend mit Fragen der Nachhaltigkeit und psychischen Belastungen.
Rewinsides Pause und iBlalis Veränderungen deuten auf eine wachsende Herausforderung für Online-Creator hin. Indem sie ihre Arbeitsbelastung reduzieren und neue Projekte erkunden, hoffen beide, wieder mehr Ausgleich in ihrem Berufsleben zu finden. Ihre Schritte lenken zudem die Aufmerksamkeit auf die generellen Druckfaktoren, denen Vollzeit-Content-Creator ausgesetzt sind.
