06 December 2025, 16:14

Bürgerprotest gegen Bahn-Ausbau: Offener Brief an DB-Chefin und Minister Wissing

Ein Zug auf Schienen mit Autos, Strommasten, Bäumen und einem Himmel im Hintergrund.

Bürgerprotest gegen Bahn-Ausbau: Offener Brief an DB-Chefin und Minister Wissing

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Teaser: Die Wegberger Bürgerinitiative „Eiserner Rhein 2.0 – Wegberg lebenswert“ geht in die nächste Runde im Widerstand gegen den übermäßigen Ausbau der Eisenbahnstrecken Mönchengladbach–Wegberg–Roermond und Elmpt–Arsbeck. Geplant sind über 70 Personenzüge pro Tag – zusätzlich zu möglichem Güterverkehr.

4. Dezember 2025, 11:59 Uhr

Eine Bürgerinitiative aus Wegberg hat scharfe Kritik an Plänen geübt, zwei Eisenbahnstrecken zwischen Mönchengladbach, Wegberg, Roermond und Elmpt auszubauen. Die Gruppe „Eiserner Rhein 2.0“ richtete einen offenen Brief an die neue Deutsche-Bahn-Chefin Evelyn Palla sowie Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP). Darin hinterfragen sie den Einsatz öffentlicher Gelder für Vorhaben, die nicht im Bundesverkehrswegeplan 2030 verankert sind. Zudem warnen sie vor Umweltbelastungen und verweisen auf massive lokale Widerstände gegen die geplanten Ausbaumaßnahmen.

Konkret wendet sich die Initiative gegen die Erweiterung der Strecken Mönchengladbach–Wegberg–Roermond und Elmpt–Arsbeck. Beide Projekte zählen aktuell nicht zu den priorisierten Vorhaben der Bundesregierung. Sie tauchen lediglich im weniger verbindlichen Zielnetz 2032/2040 auf – und selbst dort nur unter der Voraussetzung, dass entsprechende Absprachen mit den Niederlanden getroffen werden.

Mit ihrem Schreiben setzen die Aktivisten Deutsche Bahn und das Verkehrsministerium unter Druck, die Verwendung von Steuergeldern für diese Bahnprojekte zu rechtfertigen. Ohne Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan 2030 oder eine Kooperation mit den Niederlanden drohen den Ausbauplänen erhebliche rechtliche und praktische Hürden. Nun wartet die Initiative auf Stellungnahmen der Bahn sowie der Bundesbehörden.