04 April 2026, 22:08

Bundesländer starten Förderoffensive für energetische Gebäudesanierung

Ein Haus mit Solarpaneelen auf dem Dach, Fenstern, Türen, Topfpflanzen, einer Bank, einem Schild, einem Straßenpfahl und einem bewölkten Himmel.

Bundesländer starten Förderoffensive für energetische Gebäudesanierung

Mehrere deutsche Bundesländer haben Förderprogramme aufgelegt, um die energetische Sanierung von Wohngebäuden voranzutreiben. Die Initiativen bieten zinsgünstige Kredite und Zuschüsse an – ähnlich wie regionale Projekte wie ProEco Rheinland. Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland Mühe hat, seine Klimaziele zu erreichen, da die aktuellen Sanierungsquoten weit hinter den Anforderungen zurückbleiben.

Der Gebäudesektor in Deutschland ist für 35 bis 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs des Landes verantwortlich. Doch rund zwei Drittel der bestehenden Immobilien wurden vor 1979 errichtet und entsprechen damit oft veralteten Energiestandards. Experten warnen, dass eine jährliche Sanierungsrate von mindestens 2 bis 3 Prozent notwendig ist, um die Klimaziele zu erreichen – doch seit Jahren stagniert dieser Wert bei etwa 1 Prozent.

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Als Reaktion darauf haben mindestens fünf Bundesländer landesweite Förderangebote eingeführt. Nordrhein-Westfalen vergibt über die NRW.Bank zinsgünstige Darlehen, während Sachsen das Programm "Sachsenkredit – Klimafreundliches Wohnen" anbietet. Sachsen-Anhalts "Modern"-Initiative gewährt bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit, und ähnliche Programme gibt es in Hamburg und Rheinland-Pfalz.

Auch lokale Anbieter wie ProEco Rheinland ergänzen die Maßnahmen mit maßgeschneiderten Dienstleistungen. Sie bieten unabhängige Energieberatungen an, stellen Energieausweise aus und erstellen digitale Grundrisse mittels 3D-Scans. Die Organisation unterstützt zudem bei der Beantragung von Fördermitteln – mit bis zu 12.000 Euro pro Jahr und Wohneinheit – und berät zur Installation von Photovoltaikanlagen.

Die neuen landesweiten Programme sollen die Modernisierung älterer Gebäude beschleunigen. Angesichts des weiterhin hohen Energieverbrauchs im Bausektor bieten sie finanzielle Anreize und Fachberatung. Ziel ist es, die Sanierungsquote zu steigern und langfristig die Emissionen aus Wohngebäuden zu senken.

Quelle