Borussia Dortmunds Glaube an Kovač bröckelt nach Pokalschock und Taktik-Zweifeln
Moritz RichterBorussia Dortmunds Glaube an Kovač bröckelt nach Pokalschock und Taktik-Zweifeln
Borussia Dortmunds Saison unter Trainer Niko Kovač verläuft bisher mit gemischten Ergebnissen. In der Bundesliga bleibt die Mannschaft stark und hat bisher nur eine Niederlage kassiert. Doch jüngste Rückschläge im DFB-Pokal und unbeständige Leistungen werfen Fragen über die weitere Ausrichtung des Vereins auf.
Der Saisonstart verlief vielversprechend: Kovač verbuchte als Cheftrainer in 54 Spielen 32 Siege. Zudem steht der BVB kurz davor, das Achtelfinale der Champions League zu erreichen. Dennoch kam der frühe Aus im Sechzehntelfinale des Dfbpokal einem Dämpfer gleich.
Kritik an Kovačs taktischem Ansatz wird lauter. Sein System verzichtet auf klassische Flügelspieler – eine Strategie, die Dortmund einst zum Erfolg führte. Stattdessen setzt die Vereinsführung auf eine Rückkehr zu schnellen, offensivstarken Außenbahnspielern, die die Abwehr des Gegners auseinanderdrücken. Zudem gibt es Bedenken hinsichtlich des Spielstils: Die Verantwortlichen wünschen sich deutlichere, überzeugendere Siege.
Ein weiteres Problem ist der ausbleibende Durchbruch junger Talente. Der BVB galt lange als Vorzeigeverein für Nachwuchsförderung und kluge Transferpolitik, doch unter Kovač haben sich kaum Eigengewächse etabliert. Gleichzeitig liefern Schlüsselspieler oft uninspirierte Leistungen ab, was die Frustration verstärkt.
Nun steht der Klub vor einer Richtungsentscheidung. Kovačs Methoden stehen auf dem Prüfstand, es gibt Forderungen nach einer taktischen Neuausrichtung und einer gezielteren Kaderentwicklung. Wie Dortmund reagiert, könnte die Ambitionen in nationalen und europäischen Wettbewerben prägen.
