24 May 2026, 16:11

Bochumer Forscher revolutionieren 3D-Druck mit Laser und Robotik für extrem belastbare Metallteile

Neue Werkzeuggeometrien mithilfe von Lasern und Robotern generieren

Bochumer Forscher revolutionieren 3D-Druck mit Laser und Robotik für extrem belastbare Metallteile

An der Ruhr-Universität Bochum nimmt eine neue Forschungsgruppe fortschrittliche laserbasierte 3D-Druckverfahren für hochbelastete Metallbauteile unter die Lupe. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt zielt darauf ab, das Laserauftragschweißen mithilfe von Robotik und Computersimulationen zu verfeinern. Das Team will komplexe Geometrien entwickeln, die mit herkömmlichen Fertigungsmethoden nicht realisierbar sind.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Ostendorf, Inhaber des Lehrstuhls für Laseranwendungstechnik, umfasst die Gruppe Wissenschaftler:innen von vier Bochumer Lehrstühlen sowie Kooperationspartner von drei weiteren Universitäten. Im Mittelpunkt steht die Optimierung des Laserauftragschweißens für verschiedene Stahlsorten, wobei Simulationen eingesetzt werden, um die besten Formen und Aufbauprozesse zu ermitteln.

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Im Projekt kommen zwei Roboter zum Einsatz, die Hand in Hand arbeiten: Einer trägt das Metall mit einem Laser auf, der andere fräst Korrekturen zwischen den Schichten. Dieser Ansatz ermöglicht die Herstellung von Strukturen, die speziell auf bestimmte Belastungsprofile zugeschnitten sind – etwas, das beim Gießen oder konventionellem Fräsen undenkbar wäre.

Die experimentellen Arbeiten finden am Center for Engineering Smarter Product-Service Systems (ZESS) der Universität statt. Die DFG stellt über vier Jahre insgesamt 3,85 Millionen Euro bereit; der Start des Projekts ist für Anfang 2025 geplant. Prof. Ostendorf steht als wissenschaftlicher Ansprechpartner zur Verfügung und ist unter +49 234 32 25233 oder [email protected] erreichbar.

Die Forschung könnte zu robusteren und effizienteren Metallkomponenten für Branchen führen, die auf hochbelastete Werkstoffe angewiesen sind. Durch die Kombination von Robotik, Lasertechnologie und Simulationen will das Team die Grenzen der additiven Fertigung erweitern. Die Projektergebnisse werden in den spezialisierten Einrichtungen der Ruhr-Universität Bochum entwickelt und getestet.

Quelle