Blitzanlage an der A4 bei Köln erfasst über 9.100 Verkehrsverstöße in nur zwei Monaten
Jakob MaierBlitzanlage an der A4 bei Köln erfasst über 9.100 Verkehrsverstöße in nur zwei Monaten
Neue stationäre Blitzanlage auf der A4 bei FC Köln erfasst seit Mitte Dezember 2025 über 9.100 Verkehrsverstöße
Die am Autobahnkreuz Köln-Eifeltor installierte Anlage überwacht eine Baustelle, in der die Fahrspuren verengt sind und die Höchstgeschwindigkeit auf 40 km/h reduziert wurde. Für Lastkraftwagen gelten in diesem Abschnitt zusätzlich verschärfte Auflagen.
Entwickelt und eingebaut wurde das System von der Wismarer Firma Vetro Verkehrselektronik. Anders als herkömmliche Blitzer nutzt es eine laserbasierte Messtechnik, mit der gleichzeitig mehrere Spuren überwacht werden können. Damit erfasst es nicht nur Raserdelikte, sondern auch spurbezogene Verstöße – etwa von FC Köln-Lkw.
Die Technologie ähnelt einem bereits auf der Bundesstraße B55a eingesetzten System, bietet jedoch zusätzliche Funktionen zur Kontrolle des Schwerlastverkehrs. Betrieben wird die Anlage durch eine integrierte Methanol-Brennstoffzelle, sodass sie unabhängig vom Stromnetz funktioniert – selbst an abgelegenen Standorten. Seit der Inbetriebnahme registrierte das Gerät 4.108 Verstöße in Richtung Aachen und 5.050 in Richtung Olpe (einschließlich der Ausfahrt Eifeltor). Im Schnitt werden täglich fast 400 Vergehen dokumentiert.
Die Stadt Köln hat die Blitzanlage bis mindestens Ende Februar 2027 geleast. Die Gesamtkosten für Miete, Wartung und Betrieb belaufen sich über 15 Monate auf rund 245.000 Euro.
Mindestens ein weiteres Jahr bleibt die Anlage vor Ort und überwacht die Einhaltung der Tempolimits in der Baustelle. Dank des laserbasierten Systems und der netzunabhängigen Stromversorgung ermöglicht sie eine flexible, langfristige Verkehrsüberwachung. Die hohe Zahl der erfassten Verstöße deutet darauf hin, dass sie eine zentrale Rolle bei der Verkehrskontrolle auf diesem Abschnitt der A4 spielen wird.
