30 April 2026, 10:09

Bielefelds politische Kriminalität steigt 2024 stark an – doch Gewalt geht zurück

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Bielefelds politische Kriminalität steigt 2024 stark an – doch Gewalt geht zurück

Bielefeld verzeichnet 2024 deutlichen Anstieg politisch motivierter Straftaten

Laut dem aktuellen Polizeibericht hat Bielefeld im Jahr 2024 einen starken Anstieg politisch motivierter Kriminalität (PMK) erlebt. Die Gesamtzahl der Delikte stieg im Vergleich zum Vorjahr um 32,2 Prozent. Gleichzeitig ging die Zahl der gewalttätigen Vorfälle jedoch deutlich zurück.

Wie aus dem PMK-Jahresbericht 2024 hervorgeht, wurden 1.163 Straftaten registriert – ein Anstieg gegenüber 880 Fällen im Jahr 2023. Die Polizei führt den Zuwachs unter anderem auf die Europawahl und eine erhöhte Online-Aktivität zurück. Straftaten im Zusammenhang mit sozialen Medien stiegen von 96 auf 166, wobei 99 als Hasspostings eingestuft wurden.

Mehr als die Hälfte dieser Hasspostings (50,4 Prozent) stand im Zusammenhang mit rechtsextremen Motiven. Der Bericht verzeichnet zudem 56 antisemitische Vorfälle, die überwiegend rechtsextremen oder ausländischen Ideologien zugeordnet werden. Trotz des allgemeinen Anstiegs sank die Zahl der gewalttätigen PMK-Delikte um 62 Prozent – von 58 im Jahr 2023 auf 22 im Jahr 2024.

Die Aufklärungsquote bei PMK-Fällen blieb mit 36,54 Prozent stabil und entspricht damit dem Niveau seit 2019. Der vollständige Bericht ist auf der Website der Bielefelder Polizei abrufbar. Für Medienanfragen steht die Führungsgruppe der Polizeidirektion, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, unter den Rufnummern +49 521 545-3020 bis +49 521 545-3235 zur Verfügung.

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Die Zahlen für 2024 zeigen einen klaren Wandel in der Entwicklung politisch motivierter Kriminalität: Während die Gesamtzahl der Delikte zunahm, ging die Gewaltbereitschaft deutlich zurück. Die Polizei beobachtet weiterhin genau die Entwicklungen im Bereich Online-Extremismus und wahlbezogene Spannungen.

Quelle