31 March 2026, 10:09

Bielefelds neues Jugendgerichtszentrum kämpft mit innovativem Ansatz gegen Jugendkriminalität

Ein Plakat mit einer Hand, die ein Schild mit der Aufschrift 'Stoppt Kriminalität' hält, im Hintergrund eine Gruppe von Menschen mit Fahnen und zusätzlicher Text, der die Verwendung von menschlichem Haar fordert.

Bielefelds neues Jugendgerichtszentrum kämpft mit innovativem Ansatz gegen Jugendkriminalität

Bielefeld eröffnet achtes Jugendgerichtszentrum in Nordrhein-Westfalen – neuer Ansatz gegen Jugendkriminalität

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In Bielefeld hat das achte Jugendgerichtszentrum Nordrhein-Westfalens seine Türen geöffnet und setzt damit einen weiteren Baustein in der landesweiten Strategie zur Bekämpfung von Jugendkriminalität. Die Einrichtung, die in der Nähe des Hauptbahnhofs liegt, vereint Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendhilfe unter einem Dach. Ziel ist es, frühzeitig bei jungen Straftätern einzugreifen und ihnen gleichzeitig strukturierte Unterstützung anzubieten.

Das Konzept der Jugendgerichtszentren entstand 2009 in Köln, gefolgt von Paderborn im Jahr 2012. Das Zentrum in Paderborn betreut jährlich rund 50 junge Menschen, während landesweit inzwischen zwölf solche Einrichtungen zwischen 5.000 und 6.000 Jugendliche pro Jahr erreichen (Zahlen des NRW-Justizministeriums für 2025). Ein weiteres Zentrum ist zudem in Duisburg geplant.

Am neuen Standort in Bielefeld werden die jungen Täter zunächst individuell begutachtet, bevor sie in maßgeschneiderte Programme vermittelt werden. Spezielle Fallmanager begleiten sie durch die juristischen Konsequenzen und vermitteln ihnen gleichzeitig Zugang zu Bildung, Ausbildung oder sozialen Hilfsangeboten. Staatsanwälte, Polizei und Jugendamt arbeiten dabei eng zusammen, um jeden Einzelfall ganzheitlich zu bearbeiten.

Das Modell hat sich zu einem zentralen Element der nordrhein-westfälischen Strategie gegen Jugenddelinquenz entwickelt. Bisher liegen jedoch keine konkreten Daten vor, wie viele Straftaten dadurch verhindert oder wie viele junge Menschen erfolgreich zurück in die Gesellschaft begleitet werden konnten.

Das Bielefelder Zentrum setzt auf schnelle Intervention und langfristige Betreuung von gefährdeten Jugendlichen. Durch die Kombination aus rechtlicher Verantwortung und sozialer Begleitung hoffen die Behörden, die Rückfallquote zu senken. Ein weiteres Zentrum in Duisburg soll das Netzwerk in den kommenden Jahren noch erweitern.

Quelle