Betrüger aus NRW lockt Anleger mit Agrar-Termingeschäften in die Millionenfalle
Emma KrauseMillionenbetrug beim Agrar-Future-Handel: Acht Jahre Haft in Nordrhein-Westfalen - Betrüger aus NRW lockt Anleger mit Agrar-Termingeschäften in die Millionenfalle
Ein 57-jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen ist zu acht Jahren Haft verurteilt worden, weil er einen Investmentbetrug im Millionenbereich betrieben hat. Zwischen 2019 und 2023 überredete er Kunden, Geld in Agrar-Termingeschäfte zu stecken, und gaukelte ihnen dabei falsche Fachkenntnisse vor, während er die tatsächlichen Risiken verschleierte.
Der Angeklagte, der in Beckum ansässig ist, hatte mindestens neun Anleger ins Visier genommen und sie um fast 2 Millionen Euro betrogen. Statt die Gelder wie versprochen anzulegen, verwendete er große Summen für private Ausgaben. Das Gericht prüfte 49 einzelne Anklagepunkte und sprach ihn in 31 Fällen schuldig.
Der finanzielle Schaden beschränkt sich jedoch nicht auf die neun bekannten Opfer. Allein im deutschsprachigen Raum belaufen sich die Verluste auf nahezu 10 Millionen Euro. Die Behörden streben nun die Einziehung von 9 Millionen Euro beim Verurteilten und elf mit ihm verbundenen Unternehmen an – ein Indiz dafür, dass weitaus mehr Menschen betroffen sein könnten.
Zu der Strafe kommen zusätzliche Sanktionen aus früheren Verurteilungen hinzu. Wegen überlanger Verfahrensdauer wurden sieben Monate bereits auf die Gesamtstrafe angerechnet.
Der Fall deckt ein großangelegtes Betrugsnetz mit Millionenverlusten auf. Die Ermittler arbeiten weiterhin daran, Gelder vom Verurteilten und den beteiligten Firmen zurückzuholen. Die achtjährige Haftstrafe spiegelt sowohl das Ausmaß der Straftaten als auch seine Vorstrafen wider.
