Berlin plant bis 2045 die klimaneutrale Wärmewende – und holt Bürger mit ins Boot
Lukas WolfBerlin plant bis 2045 die klimaneutrale Wärmewende – und holt Bürger mit ins Boot
Berlin treibt Pläne für klimaneutrale Wärmeversorgung bis 2045 voran
Die Stadt hat bereits Fortschritte erzielt: Seit 2021 konnte der Anteil fossiler Brennstoffe in der Fernwärme von 80 auf 45 Prozent gesenkt werden. Nun sind die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, ihre Meinung in einer öffentlichen Dialogveranstaltung zu den nächsten Schritten einzubringen.
Zwischen 2021 und 2026 baute Berlin seine grüne Wärmeinfrastruktur aus. 2024 ging am Standort HKV ein 100-Megawatt-Elektrolyseur in Betrieb, zudem wurde Geothermie in das Netz integriert. Diese Maßnahmen halbierten den Verbrauch fossiler Energieträger nahezu.
Auch benachbarte Städte sind aktiv: Oberhausen nahm 2023 ein 50-Megawatt-Biomassekraftwerk mit CO₂-Abscheidung in Betrieb. Gelsenkirchen begann, Wasserstoff in die Wärmenetze einzuspeisen (bis 2025 bis zu 20 Prozent) und nutzt Abwärme aus Stahlwerken – unterstützt durch EU-Fördergelder.
Bei der aktuellen Veranstaltung in Berlin können Anwohner mit Expertinnen und Experten aus Energieunternehmen, Forschungsinstituten und der Stadtplanung ins Gespräch kommen. Sie haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen, Bedenken zu äußern und mitzugestalten, wie die Stadt in den kommenden Jahren Fernwärme, lokale Netze und Wärmepumpen ausbauen wird.
Der Umstieg auf nachhaltige Wärmeversorgung in Berlin basiert auf jahrelangen Investitionen in Power-to-Heat-Anlagen, Wasserstofftechnologien und Abwärmenutzung. Mit der Einbindung der Bürger soll sichergestellt werden, dass die Wende bezahlbar, zuverlässig und im Einklang mit den Klimazielen bleibt. Nach der öffentlichen Konsultation werden weitere Details zum Plan folgen.
