Bergisch Gladbach will Strunde auf Zanders-Gelände renaturieren – und setzt auf Millionen-Förderung
Jakob MaierBergisch Gladbach will Strunde auf Zanders-Gelände renaturieren – und setzt auf Millionen-Förderung
Bergisch Gladbach treibt die Pläne zur Renaturierung der Strunde auf dem ehemaligen Zanders-Industriegelände voran. Der Stadtrat hat einen Antrag auf Bundesförderung gebilligt, der bis zu 80 Prozent der geschätzten Projektkosten in Höhe von 6,75 Millionen Euro decken könnte. Lokale Politiker drängen nun auf zügige Schritte, um die notwendige Unterstützung zu sichern.
Der Stadtrat beschloss kürzlich, sich dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ anzuschließen. Dieser Schritt ermöglicht es Bergisch Gladbach, Fördergelder für die Freilegung und Renaturierung des derzeit verrohrten Strunde-Flusses auf dem Zanders-Gelände zu beantragen. Bei Erfolg könnte der Bund rund 5,4 Millionen Euro beisteuern – und damit den Großteil der Kosten tragen.
Die verbleibenden 20 Prozent würden aus städtischen Sondervermögen finanziert. Lokale Verantwortliche betonen die Bedeutung des Projekts für die Neugestaltung des Gebiets. Theresia Meinhardt, Vorsitzende der Grünen-Fraktion, argumentiert, dass die Wiederherstellung des Flusses dem Zanders-Areal eine völlig neue Identität verleihen werde.
Die Unterstützung für den Förderantrag wächst unter den lokalen Politikern. Klaus W. Waldschmidt, Fraktionschef der SPD, rief die Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach auf, sich in Berlin für das Projekt einzusetzen. Auch Andreas Ebert, SPD-Sprecher für Stadtentwicklung, äußerte die Hoffnung, dass der Haushaltsausschuss des Bundestags die Mittel freigeben werde.
Die endgültige Entscheidung liegt jedoch beim Bundestag. Eine Vorabauswahl der geförderten Projekte wird voraussichtlich Ende 2026 bekannt gegeben, wenn der Haushaltsausschuss seine Auswahl trifft.
Bergisch Gladbach wird nun den offiziellen Förderantrag an die Bundesregierung einreichen. Bei Bewilligung würde das Projekt die Renaturierung der Strunde und ihre Einbindung in das Zanders-Gelände umfassen. Der städtische Eigenanteil soll aus bestehenden Rücklagen bestritten werden, sodass keine zusätzliche Belastung für die lokalen Steuerzahler entsteht.






