Bergisch Gladbach beschließt radikale Umgestaltung des Zanders-Geländes mit Abriss und Öko-Energie
Jakob MaierBergisch Gladbach beschließt radikale Umgestaltung des Zanders-Geländes mit Abriss und Öko-Energie
Die Pläne für das Zanders-Gelände in Bergisch Gladbach nehmen konkrete Formen an, während die Stadt die Umgestaltung des Areals vorantreibt. Ein wichtiger Ausschuss hat nun zentrale Weichenstellungen beschlossen – darunter den Abriss belasteter Gebäude und die Gründung eines neuen Energieunternehmens für die Versorgung mit nicht-fossilen Energien.
Die Beschlüsse markieren einen deutlichen Schritt hin zur Umwandlung des ehemaligen Industriegeländes in ein modernes Stadtquartier.
Die ehemalige Schreinerei an der Hauptstraße wird abgerissen, nachdem Tests eine starke Belastung mit gefährlichen Stoffen nachgewiesen hatten. Der Ausschuss stimmte einstimmig für den Abriss und begründete dies mit Sicherheitsbedenken.
Darüber hinaus schätzt die Zanders Entwicklungsgesellschaft (ZEG), dass der Rückbau weiterer Nebengebäude rund 7,4 Millionen Euro kosten wird. Der Ausschuss unterstützte den Vorschlag der Verwaltung für diese Abrissarbeiten, wobei ein Mitglied der Abstimmung fernblieb.
Ein separater Antrag zur Gründung der Energie GL GmbH – eines Joint Ventures mit der Belkaw für die Versorgung mit erneuerbaren Energien – wurde ebenfalls angenommen. Vor der Zustimmung fügte der Ausschuss die Auflage hinzu, die finanziellen Auswirkungen auf die Stadt und die Belkaw zu prüfen. Bei der Abstimmung gab es eine Mehrheit dafür, während eine Fraktion sich enthielt und ein Mitglied dagegen stimmte.
Zudem billigte der Ausschuss Pläne, einen Bachlauf freizulegen, der durch das Gelände fließt. Das Gewässer soll von Norden nach Südosten durch das Areal umgeleitet und in das neue Design integriert werden. Diese Maßnahmen gehen einher mit ersten Kostenschätzungen für die Sanierung des Q1-Gebäudes, die die Stadtverwaltung auf etwa 6,45 Millionen Euro beziffert – zuzüglich eines Risikopuffers von 40 Prozent in Höhe von 2,58 Millionen Euro, was die Gesamtkosten auf 9,03 Millionen Euro erhöht. In dieser Summe sind jedoch weder die Altlastensanierung noch weitere Baumaßnahmen wie die Bachfreilegung, Abrissarbeiten oder die Einrichtung des Energieunternehmens enthalten.
Die Beschlüsse ebnen den Weg für tiefgreifende Veränderungen auf dem Zanders-Gelände. Während die Abrissarbeiten an den belasteten Gebäuden beginnen, wird die Gründung des neuen Energieunternehmens unter strenger finanzieller Prüfung vorangetrieben. Die Freilegung des Bachlaufs und die Gebäudesanierungen folgen als Teil der umfassenden Neugestaltung des Areals.






