Bergisch Gladbach bekämpft Wohnungsnot mit fünf neuen Großprojekten
Bergisch Gladbach geht mit mehreren Großprojekten gegen Wohnungsmangel vor
Die Pläne werden in der nächsten Sitzung des Stadtplanungsausschusses beraten. Die Stadt will brachliegende Grundstücke aktivieren und so den Druck auf dem Wohnungsmarkt verringern.
Der Stadtrat hat das Erweiterungsprojekt Kalköfen Carrée nach den neuen Bauturbo-Vorschriften gebilligt. Damit soll ein seit langem ungenutztes Innenstadtareal wiederbelebt werden. Die beschleunigten Bauvorschriften, bekannt als Bauturbo, bringen bisher stockende Vorhaben voran.
Die BIG Bensberg GmbH plant, das Schloss Center an der Schlossstraße um drei weitere Stockwerke zu erweitern. Dadurch entstehen 59 barrierearme Wohnungen. Die Stadtverwaltung unterstützt das Vorhaben als sinnvolle Lösung für die Nachverdichtung im urbanen Raum.
Ein weiteres Projekt sieht die Bebauung eines ehemaligen Industriegeländes hinter den historischen Kalköfen vor. Geplant ist ein Wohnblock mit 19 Wohneinheiten und sieben Einzelgaragen.
An der Rommerscheider Straße soll auf dem Gelände der alten Rodenbach-Schlosserei ein zweigeschossiges Gebäude mit zwei dreigeschossigen Wohnblöcken und einer Tiefgarage entstehen. Um frühere Bedenken auszuräumen, wurde ein direkter Garagenzufahrt von der Straße aus integriert – dadurch kann die ursprüngliche Höhenbegrenzung überschritten werden.
Zudem wird in einem informellen Verfahren geprüft, eine Baulücke an der Ecke Im Pippelstein und Lachsweg in Lustheide zu schließen. Vorgesehen ist ein Gebäude mit acht Wohneinheiten.
Insgesamt könnten durch diese Vorhaben über 80 neue Wohnungen in Bergisch Gladbach entstehen. Die Anwendung der Bauturbo-Regelungen könnte die Genehmigungsverfahren beschleunigen und so dem Wohnungsmangel entgegenwirken. Strenge Bebauungsvorschriften hatten viele Grundstücke trotz hoher Nachfrage bisher ungenutzt gelassen.






