Bau-Revolution: 90 Prozent der DIN-Normen fallen – was sich jetzt ändert
Jakob MaierBau-Revolution: 90 Prozent der DIN-Normen fallen – was sich jetzt ändert
Deutschland steht vor einer grundlegenden Reform seiner Bauvorschriften, um Bürokratie massiv abzubauen. Die Pläne sehen vor, 90 Prozent der bisherigen DIN-Normen im Bauwesen abzuschaffen. Behördenvertreter versichern, dass die Änderungen Projekte beschleunigen und die Kosten für Wohn- und Gewerbeimmobilien gleichermaßen senken werden.
Bisher mussten Bauherren mehr als 3.000 DIN-Vorgaben für Wohn- und Geschäftshäuser beachten – von der Positionierung von Steckdosen bis hin zu konstruktiven Details. Künftig bleiben nur noch sicherheitsrelevante Standards verbindlich.
Die Regierung wird zudem Umnutzungen von Büroräumen und leerstehenden Ladenlokalen erleichtern. Digitale Bauanträge werden zum Standard und ersetzen das bisherige papierbasierte Verfahren. Überflüssige Regelungen – etwa zu nicht essenziellen Gestaltungsmerkmalen – entfallen komplett.
Laut Behörden sparen die Neuerungen Zeit und Geld. Durch den Abbau bürokratischer Hürden soll das Bauen schneller und günstiger werden.
Die neuen Regeln treten in Kraft, sobald die Reformen final beschlossen sind. Bauherren müssen dann die meisten DIN-Normen nicht mehr einhalten – ausgenommen bleiben lediglich sicherheitsrelevante Vorgaben. Ziel der Umstellung ist es, Genehmigungsverfahren zu straffen und die Kosten für künftige Bauprojekte zu senken.
