Aus Müllhalde wird Ökostrom: Solarpark auf ehemaliger Deponie in Ahaus geplant
Lukas WolfAus Müllhalde wird Ökostrom: Solarpark auf ehemaliger Deponie in Ahaus geplant
Auf einer ehemaligen Deponie in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großes Solarpark-Projekt
Der Kreis Borken hat grünes Licht für den Bau gegeben – aus dem ungenutzten Gelände soll eine erneuerbare Energiequelle werden. Damit die Förderung gesichert ist, muss die Anlage bis Mitte 2025 fertiggestellt sein.
Das Gelände mit dem Namen "Ahaus-Alstätte II" war einst eine Hausmülldeponie. Nach der Stilllegung eignet sich das unebene, noch immer setzungsanfällige Areal zwar kaum für klassische Bebauung – für ein Solarpark-Projekt ist es jedoch ideal. Verantwortlich für die Umsetzung ist die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWG), die Kosten werden auf rund 1,6 Millionen Euro geschätzt.
Eigentümer des Geländes sind der Kreis Borken und die Stadt Ahaus. Neben der Solarstromerzeugung prüfen die Verantwortlichen auch den Bau eines Großspeichers für überschüssige Windenergie. Dies würde die Netzstabilität verbessern und die volatile Einspeisung ausgleichen.
Sobald der Solarpark in Betrieb geht, könnten zudem die jährlichen Unterhaltskosten der alten Deponie sinken – eine mögliche Entlastung für die Gebühren der ansässigen Haushalte.
Damit die staatlichen Fördermittel fließen, muss das Projekt bis Mitte 2025 abgeschlossen sein. Gelingt die Umsetzung, wird aus der ehemaligen Mülldeponie nicht nur eine saubere Energiequelle, sondern auch eine Kostensenkung für die Region. Die langfristige Betriebsträgerschaft teilen sich Kreis und Stadt.