26 February 2026, 08:23

Asahi Kasei kauft Aicuris für 780 Millionen Euro und stärkt virale Therapien

Ein Plakat mit Text und einem Logo, auf dem steht: "Sichere, aktualisierte Impfungen sind für alle drei wichtigsten Atemwegserkrankungen im Herbst und Winter verfügbar."

Asahi Kasei kauft Aicuris für 780 Millionen Euro und stärkt virale Therapien

Asahi Kasei übernimmt Aicuris Anti-infective Cures AG für 780 Millionen Euro (~920 Millionen Dollar)

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Der japanische Konzern Asahi Kasei hat die Übernahme des Biopharmazieunternehmens Aicuris Anti-infective Cures AG für rund 780 Millionen Euro vereinbart. Mit dem Deal erweitert Asahi Kasei sein Portfolio an Therapien gegen schwere virale Infektionen, insbesondere für Patienten mit geschwächtem Immunsystem. Die Transaktion soll in der ersten Jahreshälfte 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der notwendigen rechtlichen Genehmigungen.

Aicuris ist spezialisiert auf die Entwicklung von Behandlungen für virale Infektionen mit Fokus auf immunsupprimierte Patientengruppen. Der vielversprechendste Wirkstoffkandidat des Unternehmens, Pritelivir, erreichte kürzlich das primäre Ziel einer Phase-3-Studie zur Behandlung von therapieresistenten Herpes-simplex-Virus-Infektionen. Ein weiterer zentraler Wirkstoff, AIC468, steht kurz vor dem Eintritt in die Phase-2-Tests zur Verhinderung einer Reaktivierung des BK-Virus bei Nierentransplantationspatienten.

Die Übernahme unterstützt Asahi Kaseis Strategie, ein integriertes «One AK Pharma»-Modell aufzubauen. Dieses Konzept zielt darauf ab, Forschung, klinische Entwicklung und kommerzielle Aktivitäten in Japan, den USA und Europa enger zu verzahnen. Ken Shinomiya, Leiter des Gesundheitsbereichs von Asahi Kasei, betonte, der Deal stärke die Wertschöpfungskette des Unternehmens in zentralen Therapiebereichen.

Larry Edwards, CEO von Aicuris, bezeichnete die Übernahme als Bestätigung für die Forschungserfolge des Unternehmens. Sie werde die Entwicklung beschleunigen und mehr Patienten weltweit den Zugang zu neuen Therapien ermöglichen. Christian Foerster, Geschäftsführer bei ATHOS – einem frühen Investor in Aicuris –, hob hervor, wie erfolgreich das Unternehmen Forschungsergebnisse in klinische Anwendungen überführt habe.

Bei der finanziellen Beratung von Aicuris wirkt die Bank of America Europe DAC mit, während die Kanzlei Gibson Dunn die rechtliche Begleitung übernimmt.

Der Abschluss der Transaktion ist für Mitte 2026 vorgesehen, sobald alle regulatorischen Schritte erfüllt sind. Asahi Kasei wird die Wirkstoffpipeline von Aicuris in sein eigenes Portfolio integrieren und damit sein Angebot für Patienten mit schweren viralen Infektionen deutlich ausbauen. Der Deal markiert einen wichtigen Meilenstein in der globalen Gesundheitsstrategie des Unternehmens.