14 March 2026, 06:19

Apotheker warnen vor Schließungswelle und fordern faire Bezahlung für Personal

Eine Apotheke namens "Die Generics Apotheke" umgeben von Gebäuden, Strommasten, Werbetafeln, Zimmerpflanzen, Kraftfahrzeugen auf der Straße, unter einem klaren blauen Himmel.

Apotheker warnen vor Schließungswelle und fordern faire Bezahlung für Personal

Apotheker Dr. Gregor Lohmann traf sich diese Woche mit dem CDU-Landesabgeordneten Fabian Schrumpf, um über die wachsenden Belastungen im Apothekensektor zu sprechen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen wirtschaftliche Schwierigkeiten, faire Bezahlung des Personals sowie die Gefahr von Schließungen, die die Versorgung der Patienten beeinträchtigen könnten.

Lohmann wies auf die finanzielle Notlage vieler Apotheken hin und verwies darauf, dass die Gebühren seit Jahren nicht angepasst wurden. Rezepturumsätze seien für das Überleben entscheidend, doch die aktuelle Vergütung bleibe unberechenbar. Zudem wurde das Thema Versandapotheken angesprochen, die Rabatte von bis zu 10 Euro anbieten können, während die feste Abgabegebühr bei nur 8,35 Euro liegt.

Ein zentrales Problem sind Apotheken-Schließungen, sowohl in ländlichen als auch in städtischen Regionen. Lohmann betonte, dass faire Entlohnung notwendig sei, um die lokalen Dienstleistungen aufrechtzuerhalten und die Löhne der Mitarbeiter zu verbessern. Schrumpf räumte ein, dass es seit Langem keine Gebührenerhöhungen gegeben habe, und zeigte Verständnis für die geplanten Proteste am 23. März.

Obwohl Schrumpf als Landespolitiker nur begrenzten Einfluss hat, versprach er, die Anliegen auf Bundesebene vorzubringen. Bei dem Treffen ging es auch um Notfall- und Regelversorgung im Gesundheitswesen – beide Seiten waren sich einig, dass die Situation dringend Handlungsbedarf erfordert.

Die Gespräche fanden vor dem Hintergrund der für den 23. März geplanten Proteste statt, mit denen Apotheker bessere finanzielle Unterstützung fordern. Schrumpfs Zusage, das Thema auf Bundesebene voranzutreiben, gibt etwas Hoffnung, doch konkrete Lösungen blieben vorerst aus. Die Branche steht weiterhin vor ungewisser Finanzierung und einer unklaren Zukunft für die lokalen Apotheken.

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