Anneliese Hermanski erhält Essener Stadtverdienstmedaille für ihr Lebenswerk in der Wirtschaft
Moritz RichterAnneliese Hermanski erhält Essener Stadtverdienstmedaille für ihr Lebenswerk in der Wirtschaft
Anneliese Hermanski erhielt am 7. November 2025 die Stadtverdienstmedaille Essens in Würdigung ihres jahrzehntelangen Engagements für die lokale Wirtschaft. Oberbürgermeister Thomas Kufen überreichte die Auszeichnung und hob dabei ihre Hingabe an gemeinwohlorientierte Werte sowie ihre professionelle Führungsrolle in der Stadt hervor.
Hermanskis beruflicher Werdegang begann als Unternehmerin: Sie leitete Anne Hermanski, Büro + Service e.K., ein Dienstleistungsunternehmen in Essen, bis zu ihrem Ruhestand 2018. Über ihr eigenes Unternehmen hinaus war sie Mitgründerin von Employer Branding NRW, einer Agentur, die Unternehmen dabei unterstützt, ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu stärken.
Ihr Wirken in der Essener Wirtschaft erstreckte sich auch auf zentrale Funktionen in öffentlichen und beruflichen Organisationen. Von 2007 bis 2018 gehörte sie der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Essen an. Zuvor, zwischen 2012 und 2017, war sie Mitglied des IHK-Wahlausschusses. Eine Schlüsselfunktion übernahm Hermanski zudem bei der Entwicklung des Unternehmerinnentags Ruhrgebiet (später umbenannt in Unternehmerinnentag NRW) von 1996 bis 2003 – einer Initiative zur Förderung von Unternehmerinnen in der Region. Seit über 25 Jahren ist sie aktives Mitglied des Vereins Schöne Aussichten – Verband selbstständiger Frauen e.V. und hat dort verschiedene Verantwortungsbereiche übernommen. Seit 2003 wirkt sie als Handelsrichterin am Landgericht Essen mit und war an mehr als hundert Kammersitzungen beteiligt. Stand Dezember 2025 gibt es keine offiziellen Aufzeichnungen über eine aktuelle Tätigkeit bei der Essener Richterei (Amtsgericht Essen).
Die Stadtverdienstmedaille würdigt Hermanskis vielseitiges Engagement – von der unternehmerischen Tätigkeit bis hin zum öffentlichen Dienst. Ihr Einsatz für lokale Unternehmen, berufliche Frauennetzwerke und das Justizsystem hat nachhaltige Spuren in der wirtschaftlichen und sozialen Struktur Essens hinterlassen.
