Amprion plant Hochspannungsleitung: 3.000 Grundstücke für Vermessungen betroffen
Lukas WolfAmprion plant Hochspannungsleitung: 3.000 Grundstücke für Vermessungen betroffen
Amprion GmbH beantragt Zugang zu Privatgrundstücken für neue 380-kV-Hochspannungsleitung
Die Amprion GmbH hat die rechtliche Genehmigung für den Zugang zu Privatgrundstücken beantragt, um den Bau einer neuen 380-kilovolt-Freileitung vorzubereiten. Die geplante Trasse, die von Westerkappeln bis zum Umspannwerk Gersteinwerk verläuft, betrifft rund 3.000 Grundstücke in sieben Gemeinden. Die betroffenen Eigentümer erhalten in Kürze offizielle Benachrichtigungen über anstehende Vermessungen und Begehungen.
Die Bezirksregierung Münster hatte den bevorzugten Korridor 2025 nach Prüfung der räumlichen Verträglichkeit bestätigt. Nun folgt die nächste Phase mit vorbereitenden Arbeiten, bevor 2027 die endgültige Genehmigung erteilt wird.
Die allgemeine Zugangsanordnung wird am 6. Februar 2025 veröffentlicht und tritt am 2. März 2026 in Kraft. Damit darf Amprion ohne individuelle Zustimmung der Eigentümer Grundstücke betreten, um unter anderem Kartierungen, Habitatdokumentationen und Vermessungen durchzuführen. Diese Schritte sind nach dem Bundesbedarfsplangesetz vorgeschrieben.
Eine Online-Informationsveranstaltung für Bürgerinnen, Bürger und Medien findet am 9. Februar 2026 zwischen 16:00 und 17:00 Uhr statt. Interessierte müssen sich bis zum 6. Februar 2026, 12:00 Uhr, anmelden, um die Zugangsdaten zu erhalten. Die Bezirksregierung Münster leitet die Veranstaltung und beantwortet Fragen zu den Zugangsregelungen.
Die endgültige Genehmigung des Projekts – einschließlich des genauen Trassenverlaufs – wird erst im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens 2027 entschieden. Seit der Bestätigung des bevorzugten Korridors 2025 wurden keine Änderungen an der Route bekannt gegeben.
Die Zugangsanordnungen markieren einen wichtigen Schritt für den Ausbau der Stromleitung und ermöglichen Amprion, mit den notwendigen Vorarbeiten zu beginnen. Betroffene Grundstückseigentümer erhalten vor Ortbegehungen offizielle Mitteilungen. Der finale Trassenverlauf und die vollständige Genehmigung hängen vom Verfahren 2027 ab.
