Alarmierender Bericht: Jede fünfte wandernde Tierart vom Aussterben bedroht
Lukas WolfAlarmierender Bericht: Jede fünfte wandernde Tierart vom Aussterben bedroht
Erster Bericht zum Zustand wandernder Tierarten veröffentlicht – alarmierende Bedrohungen für grenzenüberschreitende Arten
Der erste jemals veröffentlichte Bericht zum Zustand der wandernden Tierarten der Welt liegt vor. Er zeigt die wachsenden Gefahren für Tiere auf, die Grenzen und Lebensräume durchqueren. Die Erkenntnisse wurden im Auftrag des Übereinkommens zur Erhaltung der wandernden wildlebenden Tierarten (CMS), eines UN-Abkommens zum Artenschutz, erarbeitet.
Der Bericht offenbart besorgniserregende Entwicklungen: Von den unter dem CMS gelisteten Arten sind 22 Prozent vom Aussterben bedroht, während 44 Prozent rückläufige Bestände verzeichnen. Besonders dramatisch ist die Lage bei Fischen – 97 Prozent der im CMS erfassten Fischarten gelten als gefährdet.
Die größten Risiken gehen weiterhin von menschlichen Aktivitäten aus. Übernutzung und Lebensraumverlust sind die Hauptursachen für den Rückgang. Zudem stehen 399 wandernde Arten kurz vor der Bedrohungsstufe, sind aber noch nicht durch das CMS geschützt. Der Bericht weist außerdem darauf hin, dass 51 Prozent der für diese Arten entscheidenden Biodiversitätsgebiete derzeit keinen Schutzstatus genießen.
Wandernde Tierarten sind für Ökosysteme unverzichtbar und leisten essenzielle Beiträge. Ihr Verlust würde natürliche Prozesse stören und die biologische Vielfalt weiter verringern.
Der Bericht unterstreicht den dringenden Handlungsbedarf für verstärkte Schutzmaßnahmen. Viele kritische Lebensräume bleiben ungeschützt, was die Arten verletzlich macht. Ohne gezielte Gegenwehr wird der Rückgang wandernder Tiere weiter beschleunigt.






