AfD-Kundgebung in Münster-Coerde trifft auf massiven Gegenprotest
Rechtsextreme Kundgebung der AfD in Münster-Coerde – Hundertfach größere Gegenproteste
Am Samstag fand in Münster-Coerde eine rechtspopulistische Kundgebung der Alternative für Deutschland (AfD) statt. Rund 60 Parteianhänger versammelten sich am Hamannplatz, während sich in der Nähe eine deutlich größere Gegenveranstaltung formierte. Die Polizei war mit einem starken Aufgebot vor Ort, um eine räumliche Trennung der beiden Lager zu gewährleisten.
Die AfD-Veranstaltung begann am Hamannplatz mit etwa 60 Teilnehmern, darunter Parteimitglieder. Ihre Kundgebung löste eine Gegen demon stration aus, organisiert vom Bündnis "Keinen Zentimeter den Nazis" und der lokalen Initiative "Coerde ist bunt". Rund 450 Menschen schlossen sich dem Protest an, der am Hohen Heckenweg startete.
Die Polizei sicherte mit einem massiven Einsatz die Trennung der Gruppen, um Auseinandersetzungen zu verhindern. Unter den Gegen demon stranten befand sich Eve Lyn Gardias, eine Anwohnerin aus Coerde und Mitglied von "Coerde ist bunt". Sie kritisierte, die AfD biete keine echten Lösungen, sondern mache stattdessen randständige Gruppen für gesellschaftliche Probleme verantwortlich.
Unterdessen begründete Linus, ein 22-jähriger Pädagoge aus dem Umland von Münster, seine Unterstützung für die AfD. Er forderte Veränderungen in der Wirtschafts- und Migrationspolitik Deutschlands und kritisierte Milliardenhilfen für die Ukraine und Israel, während ältere Menschen im eigenen Land in Not lebten.
Die gegenläufigen Demonstrationen verliefen ohne größere Zwischenfälle, wenn auch die Stimmung angespannt blieb. Die Polizei sorgte während der gesamten Veranstaltung dafür, dass die beiden Gruppen getrennt blieben. Bisher liegen keine offiziellen Berichte über Verschiebungen in der lokalen politischen Stimmung oder der AfD-Unterstützung in Münster-Coerde vor.
