Abschied von der Autobahnkirche Ruhr nach 15 Jahren spiritueller Rast
Lukas WolfAbschied von der Autobahnkirche Ruhr nach 15 Jahren spiritueller Rast
Autobahnkirche Ruhr schließt nach 15 Jahren ihre Türen
Dieser Samstag markiert das endgültige Ende der Autobahnkirche Ruhr, die nach 15 Jahren ihren Dienst einstellt. Bekannt als eine Raststätte für Reisende im Ruhrgebiet, war die Kirche an der Autobahn A40 eine vertraute Anlaufstelle. Bevor die Türen für immer geschlossen werden, ist für Samstagmorgen noch ein Abschiedstreffen für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer geplant.
Die Kirche hatte 2009 als Gast in einer Bochumer Kirchengemeinde ihre Pforten geöffnet und bot seither einen ruhigen Ort der Besinnung. Rund 15 Menschen besuchten sie täglich, um zur Ruhe zu kommen oder zu beten. Im Laufe der Jahre veranstaltete sie besondere Gottesdienste, darunter einen jährlichen Gedenkgottesdienst für Verkehrsunfallopfer in Bochum und der Umgebung.
Eigentlich sollte auf dem Gelände eine dauerhafte Gedenkstätte für Verkehrstote entstehen. Diese Pläne wurden jedoch verworfen, nachdem die Kirchengemeinde das Gebäude an einen privaten Käufer verkauft hatte. Mit dem Verlust des geweihten Status kann der Ort nun nicht mehr für christliche Andachten genutzt werden.
Am Samstag werden alle Schilder und Banner abgebaut – darunter auch das bekannte Transparent "Komm zur Ruhe", das von der Autobahn aus sichtbar war. Zudem hatte die Kirche bereits Vorbereitungen für ein Treffen von Motorradfahrern im Rahmen des jährlichen Tags der Autobahnkirchen 2025 getroffen, das nun ebenfalls entfällt.
Die Schließung bedeutet das Ende einer langjährigen Zuflucht für Autofahrer und Reisende. Ohne seine kirchliche Bestimmung wird das Gebäude künftig nicht mehr seinem ursprünglichen Zweck dienen. Das Abschiedstreffen am Samstag wird die letzte Zusammenkunft sein, bevor die Kirche ihre Türen für immer schließt.
