900.000 Euro für dringende Elektroarbeiten an Dinslakener Turnhalle bewilligt
Moritz Richter900.000 Euro für dringende Elektroarbeiten an Dinslakener Turnhalle bewilligt
Dringende Elektroarbeiten in der Turnhalle der Nelson-Mandela-Gesamtschule für über 900.000 Euro genehmigt
Die Turnhalle der Nelson-Mandela-Gesamtschule soll umgehend für dringende Elektroarbeiten instand gesetzt werden – die Kosten belaufen sich auf mehr als 900.000 Euro. Die Entscheidung folgt auf Bedenken wegen Sicherheitsrisiken, doch Schulleiter Dieter Will zweifelt die Schwere der Mängel an. Gleichzeitig werden umfassendere Sanierungspläne geprüft, wobei eine mögliche Finanzierung aus dem Haushalt 2026 stammen könnte.
Der Ausschuss für Schule und Gebäudemanagement (ASG) bewilligte Notfallreparaturen am elektrischen System der Turnhalle in Höhe von 912.273 Euro. Finanzdezernent Thore Eggert betonte, dass es sich dabei lediglich um eine Übergangslösung handele, nicht um eine Komplettsanierung. Die ursprünglichen Kosten für eine grundlegende Überholung bleiben unklar, doch Beamte wiesen darauf hin, dass zusätzliche Mittel aus dem Etat 2026 fließen könnten.
Während Schulleiter Dieter Will infrage stellte, ob die Mängel eine Schließung der Turnhalle rechtfertigten, drängten Stadtverantwortliche auf schnelles Handeln. Sie argumentierten, dass die Reparaturen notwendig seien, um den sicheren Sportunterricht so bald wie möglich wiederaufnehmen zu können.
In einer separaten Debatte verschob der Ausschuss eine Abstimmung über neue Baustandards für Schulsporthallen. Mitglieder äußerten Bedenken wegen überhöhter Kosten und zu strenger Vorschriften. Die Verwaltung wurde aufgefordert, einen vereinfachten und kostengünstigeren Vorschlag vorzulegen.
Darüber hinaus wies Felix Bertenrath, Sprecher der weiterführenden Schulen im Bezirk, auf anhaltende Probleme hin. Dazu zählten die Verteilung von Schülern mit Sprachförderbedarf, die Aufnahme von Kindern mit besonderem Förderbedarf sowie gefährlichen Verkehr in Schulnähe. Zudem wurden Übergangslösungen für die Paffrather Integrative Gesamtschule während ihres anstehenden Abrisses und Neubaus erörtert. Als Option wurde unter anderem die Umnutzung von Parkflächen am örtlichen Freibad zu provisorischen Unterrichtsräumen diskutiert.
Die Notfallreparaturen an der Nelson-Mandela-Gesamtschule werden nach einstimmiger Zustimmung nun umgesetzt. Die Behörden warten derzeit auf einen überarbeiteten Vorschlag zu den Baustandards für Turnhallen, der auf Kostensenkung abzielt. Gleichzeitig bleiben die Zwischenlösungen für den Paffrather Neubau sowie laufende Sicherheitsfragen weiterhin Gegenstand aktiver Beratungen.
