15-Minuten-Stadt: Wie das Konzept den urbanen Güterverkehr nachhaltig verändert
Lukas Wolf15-Minuten-Stadt: Wie das Konzept den urbanen Güterverkehr nachhaltig verändert
Neues Forschungsprojekt untersucht, wie das Konzept der 15-Minuten-Stadt den urbanen Güterverkehr revolutionieren könnte
Unter der Leitung der Bergischen Universität Wuppertal erforscht ein neues Projekt, wie das Modell der 15-Minuten-Stadt – bei dem wichtige Dienstleistungen innerhalb von 15 Geh- oder Fahrradminuten erreichbar sind – den Güterverkehr in Städten effizienter und nachhaltiger gestalten kann. An der Studie sind Partner aus fünf europäischen Ländern beteiligt; das Vorhaben wird mit rund 1,4 Millionen Euro gefördert.
Das POTUS-Projekt konzentriert sich darauf, das 15-Minuten-Stadt-Prinzip auf die Logistik von Warenlieferungen zu übertragen. Die Forscher:innen analysieren, wie Merkmale einzelner Stadtviertel – etwa eine hohe Dichte junger Bewohner:innen – die Nachfrage nach Lieferdiensten beeinflussen. Zudem wollen sie herausfinden, in welchen Stadtteilen der Lieferverkehr besonders stark ansteigt und unter welchen Bedingungen dies geschieht.
Datenlücken erschweren bisher die Planung nachhaltiger Lieferkonzepte Aktuell fehlt es an vergleichbaren Daten zum urbanen Güterverkehr, was eine effektive Stadtplanung behindert. Das Team arbeitet daher daran, Daten aus verschiedenen europäischen Ländern – darunter Österreich, Schweden, Frankreich und Italien – sowie aus deutschen Städten wie Düsseldorf und Wiesbaden zu standardisieren und auszuwerten. Auf dieser Grundlage sollen praxisnahe Empfehlungen für eine klimafreundlichere Stadtlogistik entwickelt werden.
Koordiniert wird das Projekt vom Lehrstuhl für Güterverkehrsplanung und Transportlogistik der Universität Wuppertal. Die Finanzierung stammt aus dem europäischen Programm Driving Urban Transitions sowie aus nationalen Quellen. Ziel ist es, Städten dabei zu helfen, Lieferysteme zu konzipieren, die Emissionen reduzieren und gleichzeitig lokale Versorgungsketten lebensfähig halten.
Ergebnisse sollen Städte bei klimagerechter Verkehrsplanung unterstützen Die Forschungsergebnisse könnten Kommunen konkrete Strategien an die Hand geben, um den Güterverkehr umweltverträglicher zu gestalten. Durch die Schließung von Datenlücken und maßgeschneiderte Lösungen für verschiedene Stadtteile will das Projekt eine effizientere Stadtplanung fördern. Die Handlungsempfehlungen werden anschließend an Politiker:innen und Verkehrsbehörden in ganz Europa weitergegeben.






